FAQ - Häufig gestellt Fragen
Einstieg, Sparplan und Edelmetalle
Sollte man mit Gold oder Silber beginnen?
Ein möglicher Ansatz ist ein 50/50-Einstieg, also jeweils die Hälfte des Kapitals in Gold und Silber. Dadurch kann unabhängig von der ersten Bewegung der Ratio ein Teil des Bestands getauscht werden.
Gibt es die Strategie auch als Sparplan?
Ja. Nach Einrichtung des Depots kann regelmäßig eingezahlt werden. Auch flexible Ein- und Auszahlungen sind möglich.
Kann man größere Beträge auch nach und nach einzahlen?
Ja. Größere Zielbeträge können auch schrittweise bzw. ratierlich aufgebaut werden.
Kann man auch Platin und Palladium kaufen?
Ja. Neben Gold und Silber können auch Platin und Palladium gehalten werden. Die hier beschriebene Ratio-Strategie konzentriert sich jedoch auf Gold und Silber.
Kann bereits vorhandenes Gold eingeliefert werden?
Grundsätzlich ja. Je nach Ankaufskonditionen kann es jedoch günstiger sein, vorhandenes Gold zunächst anderweitig zu verkaufen und anschließend den Geldbetrag einzuzahlen.
Lagerung und physischer Besitz
Wo werden die Edelmetalle gelagert?
Die Edelmetalle werden in Hochsicherheits- bzw. Zollfreilagern gelagert. Als mögliche Standorte kommen unter anderem die Schweiz, England und Singapur infrage.
Kann man den Lagerort selbst bestimmen?
Ab einer bestimmten Anlagesumme kann grundsätzlich ein Lagerort ausgewählt werden. Durch automatische Tauschvorgänge kann sich die tatsächliche Lagerzuordnung später verändern.
Woher weiß ich, ob das Gold tatsächlich vorhanden ist?
Im Portal kann eingesehen werden, wo die Ware gelagert ist. Je nach Bestand sind Details bis hin zur Barrennummer und zum eigenen Anteil an einem Barren sichtbar. Zusätzlich bestehen regelmäßige Kontrollen und entsprechende Lagerunterlagen.
Kann ich mir das Gold physisch ausliefern lassen?
Ja. Eine physische Auslieferung ist grundsätzlich möglich. Die dabei entstehenden Kosten hängen unter anderem von Menge, Produkt und Versand ab.
Switch-Pilot und praktische Umsetzung
Was ist der Switch-Pilot?
Der Switch-Pilot ist ein Algorithmus von Auvesta, der bei vorher definierten Ratio-Werten automatisch zwischen Gold und Silber tauscht.
Muss mein eigener Computer dafür eingeschaltet bleiben?
Nein. Die Automatisierung läuft bei Auvesta. Der eigene Computer muss dafür nicht eingeschaltet bleiben.
Wer bestimmt die Ratio, bei der getauscht wird?
Die Switchpunkte können selbst festgelegt werden. Je nach Strategie lassen sich unterschiedliche obere und untere Ratio-Werte definieren.
Welchen Abstand sollten die Switchpunkte haben?
Zwischen oberem und unterem Switchpunkt sollte ein ausreichender Abstand liegen. Als Orientierung wurden mindestens etwa 7,5 bis 8 Ratio-Punkte genannt.
Was passiert beispielsweise bei Switchpunkten von 75 und 60?
Bei einem vollständigen Zyklus zwischen diesen beiden Werten können aus 100 Gramm Gold rechnerisch etwa 115 Gramm Gold nach Kosten werden.
Was passiert bei einem kleineren Abstand der Switchpunkte?
Auch kleinere Abstände können zu einer Mengensteigerung führen. Bei einem Abstand von etwa 7,5 Punkten wurde beispielsweise eine Steigerung von ungefähr 3,32 Prozent berechnet.
Kann man die Switchpunkte falsch herum einstellen?
Das System schützt vor einer unlogischen Einstellung, bei der die obere Ratio kleiner als die untere wäre.
Muss bei einem Switch immer der komplette Bestand getauscht werden?
Nein. Teile des Bestands können reserviert und vom Tausch ausgeschlossen werden. Dadurch lässt sich gestaffelt handeln.
Wie häufig kommt es zu einem Switch?
Das hängt von der Entwicklung der Gold-Silber-Ratio ab. In manchen Jahren kann es mehrere Zyklen geben, in anderen deutlich weniger.
Welche Ratio-Einstellung eignet sich für einen eher langfristigen Ansatz?
Ein größerer Abstand wie beispielsweise 70 zu 50 führt tendenziell zu weniger Tauschvorgängen, dafür ist der mögliche Mengeneffekt pro vollständigem Zyklus größer.
Gold-Silber-Ratio und Strategie
Was ist die Grundidee der Gold-Silber-Strategie?
Der Fokus liegt nicht nur auf dem aktuellen Euro- oder Dollarpreis, sondern vor allem auf der Menge des vorhandenen Edelmetalls. Ziel ist es, durch das Tauschen zwischen Gold und Silber langfristig mehr Gramm bzw. Kilogramm Edelmetall aufzubauen.
Was ist die Gold-Silber-Ratio?
Die Gold-Silber-Ratio ist eine Verhältniszahl zwischen dem Gold- und Silberpreis. Vereinfacht zeigt sie, wie viele Einheiten Silber einer Einheit Gold entsprechen.
Warum eignet sich die Ratio für die Strategie?
Gold und Silber bewegen sich nicht immer gleich stark. Dadurch verändert sich auch die Gold-Silber-Ratio. Genau diese Schwankungen können genutzt werden, um zwischen beiden Edelmetallen zu wechseln und den Bestand zu erhöhen.
Wann wird Gold in Silber getauscht?
Bei einer hohen Ratio ist Silber im Verhältnis zu Gold vergleichsweise günstig. In solchen Phasen kann ein Tausch von Gold in Silber sinnvoll sein.
Wann wird Silber wieder in Gold getauscht?
Bei einer niedrigeren Ratio wird der umgekehrte Weg gegangen. Dann kann Silber wieder in Gold getauscht werden.
Wie entsteht dadurch mehr Edelmetall?
Beispiel: Eine Unze Gold wird bei einer Ratio von 80 gegen 80 Unzen Silber getauscht. Fällt die Ratio anschließend auf 50, werden nur noch 50 Silberunzen benötigt, um wieder eine Unze Gold zu erhalten. 30 Unzen Silber bleiben zusätzlich übrig.
Funktioniert das auch, wenn der Edelmetallpreis nicht steigt?
Ja. Die Strategie zielt in erster Linie auf die Vermehrung der Edelmetallmenge. Der Eurogegenwert kann zwischenzeitlich sogar sinken, während gleichzeitig die vorhandene Menge an Gold oder Silber steigt.
Gibt es dafür ein konkretes Beispiel?
In einem praktischen Beispiel wurden rund 40.990 Gramm Silber zunächst in Gold und später wieder zurück in Silber getauscht. Danach waren etwa 44.483 Gramm Silber vorhanden – also rund 3,5 Kilogramm mehr.
Muss der Eurogegenwert dabei ebenfalls steigen?
Nein. In einem Beispiel sank der Eurogegenwert von etwa 38.530 Euro auf 38.256 Euro. Gleichzeitig erhöhte sich die Silbermenge um rund 3,5 Kilogramm. Genau daran zeigt sich der Unterschied zwischen Preis- und Mengenbetrachtung.
Welche Mengensteigerung ist grundsätzlich möglich?
In der Praxis wurden über mehrere Jahre hinweg Größenordnungen von etwa 5 bis 8 Prozent mehr Edelmetallmenge pro Jahr erreicht. Solche Werte sind Erfahrungswerte und keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
Steuern
Wichtiger Hinweis:
Die folgenden Informationen stellen keine Steuerberatung dar. Die steuerliche Behandlung kann vom individuellen Fall abhängen und sollte bei Bedarf mit einem Steuerberater geklärt werden.
Warum fallen beim Silberkauf im Zollfreilager keine 19 Prozent Umsatzsteuer an?
Solange das Silber im Zollfreilager verbleibt, erfolgt der Kauf unter den dort geltenden steuerlichen Bedingungen. Dadurch wird die deutsche Umsatzsteuer auf den beschriebenen Tauschvorgang nicht unmittelbar erhoben.
Ist damit jeder Gold-Silber-Tausch automatisch steuerfrei?
Nein. Umsatzsteuer und die Besteuerung privater Veräußerungsgeschäfte sind voneinander zu unterscheiden.
Welche Haltedauer spielt bei privaten Edelmetallgeschäften eine Rolle?
Bei privaten Veräußerungsgeschäften kann die Haltedauer steuerlich relevant sein. Als Orientierung wird häufig ein Zeitraum von zwölf Monaten plus einem Tag betrachtet.
Wie wird ein Switch steuerlich betrachtet?
Für die steuerliche Betrachtung ist grundsätzlich der Wert der jeweiligen Transaktion relevant und nicht allein die Menge des zusätzlich aufgebauten Edelmetalls.
Bekommt man Unterlagen für die Steuererklärung?
Im Portal stehen Depot- und Transaktionsauswertungen zur Verfügung. Die korrekte steuerliche Einordnung bleibt jedoch Sache des Anlegers bzw. seines Steuerberaters.
Kosten, Alternativen und weitere Fragen
Welche Tarife eignen sich für die Strategie?
Für größere Anlagebeträge können Tarife wie L12 oder XL24 interessant sein, da dort Rabatte auf Edelmetallkäufe vorgesehen sind. Welcher Tarif sinnvoll ist, hängt von der geplanten Anlagesumme ab.
Entstehen beim Switchen Kosten?
Ja. Jeder Switch besteht aus einem Verkauf und einem anschließenden Kauf. Dadurch entstehen Kosten und Spreads, die bei der Berechnung des tatsächlichen Mengengewinns berücksichtigt werden müssen.
Warum nicht einfach einen Silber-Short verwenden?
Der wesentliche Unterschied liegt im physischen Besitz. Eine Shortposition ist ein Finanzinstrument, während bei dieser Strategie tatsächlich physische Edelmetalle gehalten werden.
Was passiert im Todesfall des Depotinhabers?
Das Depot bzw. der darin enthaltene Edelmetallbestand fällt grundsätzlich in die reguläre Erbfolge.
Funktioniert die Strategie auch für eine GmbH oder nur für Privatpersonen?
Die Strategie kann grundsätzlich auch innerhalb einer GmbH eingesetzt werden. Die konkrete steuerliche Gestaltung sollte dabei jedoch individuell mit einem Steuerberater geklärt werden.